ß. Ein Buchstabe wird vermisst

Per Zufall bin ich heute über einen Artikel in der Süddeutschen gesolpert. Auch auf dem Fontblog wurde bereits darüber berichtet (ich komme in der letzten Zeit gar nicht mehr dazu, alle meine RSS-Feeds abzuklappern). Die Geschichte geht so:

Der Eichborn-Verlag gibt ein Buch unter dem Titel „ß. Ein Buchstabe wird vermisst“ heraus. Autor: Frank Müller. Der Verlag gibt auch netterweise ein paar Rezensionsexemplare vorab an von Müller empfohlene Schriftexperten ab. Dummerweise. Denn diese finden im Buch eigene Artikel wieder (wie z.B. Martin Schröder) uns sind nicht allzu erfreut über das zusammenbesch**** Buch. Da werden Artikel per Copy&Paste von Wikipedia übernommen, der Umschlag soll ein Design-Plagiat eines Buchtitels von Judith Schalansky sein, ganze Passagen wurden aus Theodor Icklers Buch „Falsch ist richtig“ übernommen und auch aus Zeitungen wurden ganze Teile kopiert. Ohne Quellangaben. Das Buch wurde nun zurückgezogen.