Migros Fälschungen

Das Kopieren von Markenprodukten gehört bei der schweizer Supermarktkette MIGROS zur Tradition: bereits 1931 lancierte der Gründer der MIGROS Gottlieb Duttweiler eine Kopie des erfolgreichen Waschmittels HENKEL – es hiess einfach Ohä (‚ohne Hänkel‘). Dem einstweiligen Aufstand der Hersteller der nachgeahmten Produkten ist nach 70 Jahren die Luft ausgegangen: noch heute gibts bei der Migros einen Kaffee HAG – nur heisst er da ZAUN. Auch die berühmte Freitag-Tasche wurde nachgemacht: sie hiess kreativerweise „Donnerstag“-Tasche. Die Vorliebe fürs Kopieren und die gleichzeitige Verwendung ähnlich klingender Namen (mit zum Teil originellen Ansätzen) ergibt bis heute eine lange Liste.

Die Geschichte eines der heute bekanntesten und offensichtlichsten Plagiat-Produkten der MIGROS, die Kopie des Rivellas mit dem Namen „Mivella“ nimmt nun sogar eine interessante Wende: das Mivella wurde von Anfang an von Rivella selbst mit einer leicht veränderten Rezeptur für MIGROS hergestellt. Laut persoenlich.com wird nun das Imitat in Zukunft eingestellt und ganz durch Rivella ersetzt. Scheinbar ist die Nachfrage nach dem Original doch etwas grösser.

Links zum Thema MIGROS-Kopien:
http://migros-ex.blogspot.com/2007/01/flschungen-in-der-migros.html
http://www.20min.ch/news/wirtschaft/story/28241884
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2004/nr07/Schweiz/5075.html