Joyce Hattoo
Die CDs welche die krebskranke Pianistin Joyce Hattoo veröffentlichte, galten als Sensation unter Kennern. Über 120 Alben mit Konzerten von Bach bis Pokofiew wurden aufgenommen. Kritiker bestaunten nicht nur Hattos Fleiss, sondern auch ihre unglaubliche Vielseitigkeit. Bis eines Tages alles anders kam:

Jeremy Distler, ein Kritiker bei «Grammophone», wollte sich auf seinem Computer die neuste Scheibe ihrer Interpretationen von Liszt anhören. Nun meldete ihm iTunes, ob er die Lieder wirklich importieren wolle, sie seien schon in der Bibliothek vorhanden…

Nachdem der grösste Schwindel der Klassik aufgeflogen war, kam eine fast rührende Geschichte zutage. Anfänglich wollte Hattos Mann, der Tontechniker war, nur Passagen seiner Joyce durch einwandfreiere ersetzen, da diese krankheitsbedingt nicht mehr fehlerfrei spielen konnte. Doch später änderte er technisch ganze Aufnahmen leicht ab und verkaufte diese unter Hattos Namen. Nachzulesen gibt es den ausführlicheren Artikel bei NZZ.