Vossko Cordon Bleu

Vor kurzer Zeit veröffentlichte die Verbraucherzentrale Hamburg eine Liste mit Produkten, in denen sogenannter Analogkäse verwendet wird. Diese amerikanische Erfindung wurde Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt, um billigeren „Käse“ herzustellen zu können: aus Wasser, Bakterieneiweiss und Pflanzenöle sowie Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Aroma- und Farbstoffe wird der heutige Kunstkäse hergestellt. Er erreicht eine Hitzebeständigkeit bis zu 400 °C (!) und das Schmelzverhalten kann fein dosiert eingestellt werden. Bekannt ist der künstliche Käse auch unter den Namen Schmalzkäse, Oleomargarinekäse oder Margarinkäse.

Die veröffentlichte Liste zeigt nun auf, dass Hersteller oft auf den Verpackungen verschleiern oder gar nicht angeben, dass dieser Käse-Fake verwendet wird. Inzwischen haben einige Hersteller reagiert (z.B. Vossko). Da die Hamburger Verbraucherzentrale es aber nicht nur bei den Nachforschungen bei künstlichem Käse beliess, wurden zusätzlich auch künstlicher Schinken, falsche Garnelen (gepresstes Fischeiweiss!), Schokoladenkekse ohne Schokolade und einige Tricks mehr aufgedeckt.