Die Mobiliar verschenkt iPod Fakes

Tja, diese Aktion gieng wohl in die Hose: wie die schweizer Berner Zeitung berichtete, überraschte die schweizer Versicherung Die Mobiliar am Swiss Economic Forum (SEF) von vergangener Woche rund 1200 Gäste mit einem ”originellen Werbegeschenk”: einem gefakten iPod Shuffle gebrandet mit dem eigenen Logo. Blöd nur, dass der Apple Chef Schweiz Adrian Schmucki auch zu den Gästen gehörte. Apple Schweiz will nun Klage gegen Die Mobiliar einreichen.
«Wir wollen niemandem schaden», sagte Kommunikationschef Peter Marthaler nun. Ausser sich selbst? Gemäss meinen kurzen Recherchen könnte der Hersteller MANNDigital heissen (laut einem Foto von Apple geek Pete Mortensen, welcher im Chinatown von San Francisco dieses Foto machte).
Nun, eine Schadenskizze würde wohl so aussehen:

T-Shirt-Plagiat: Areadesign vs. Junk Food
Tommy Lee, Ashton Kutcher, Britney Spears und Paris Hilton tragen T-Shirts der scheinbar kultigen Marke Junk Food Clothing Company. Nun wurde mir aber via Twitter (danke @swisstweets und @ruffadelic) zugesteckt, dass diese so coole T-Shirt-Firma gar nicht immer so cool ist und aktuell ein Design (für Hellvetic.net) einer Lausanner Designagentur namens Areadesign geklaut und leicht abgeändert hat. Und natürlich verkauft.
Leute, dass ist schon harter Tobak:

Klar, hübsch für das Gericht abgeändert. Doch wenn man die beiden Designs übereinanderlegt, kommt das dabei raus:

So nicht, liebe amerikanische Freunde! Bitte weiterbloggen, twittern und facebooklen:
Artikel bei Areadesign
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Logotäuschung: Roche vs. Merz
Wer sich schonmal mit den Rechten um das geistige Eigentum in Europa beschäftigt hat, weiss um einen Paragraph §xy welcher irgendso ein Ding namens “schöpferische Höhe” beinhaltet. Und nur ebensolche Schöpfungen mit genügender Höhe sind schützenswert. Diese “Höhe” bestimmt das Gericht (resp. im Zweifelsfall wohl Spezialisten der Branche).
Jä nu, wie sieht das bei Logos eigentlich aus? Ist ein mehreckiger Rahmen um ein Logo genug hoch? Oder ein simples “M”? Und wenn beide Firmen gar den gleichen Markt bedienen? Reicht es vor Gericht mit einem Ecken mehr zu appelieren? Wie immer: Stirne runzeln, selber urteilen.

